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Meine Arbeit hat Wurzeln sowohl in östlichen als auch in westlichen Traditionen. Es genügt mir nicht, nur eine Brücke zu schlagen. Ich möchte aus der Verbindung asiatischer und europäischer Erfahrung etwas Neues, meine ganz eigene Welt schaffen.
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Meine Bilder zielen nicht auf eine abgeschlossene Aussage, sondern halten sich offen für den Dialog mit dem Betrachter.
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Die Art, wie ich in meinen Bildern mit mehreren Farbschichten arbeite, die Tatsache, dass sich an den Rändern überall Spuren finden lassen, dass ich immer auch wieder Partien übermale, dass ich die Farbe laufen lasse, - das alles zeugt nur von meiner Achtung vor der sinnlichen Erfahrung.
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Einerseits nehmen mir die Bilder etwas. Allein der körperliche Einsatz, die Verzweiflung mittendrin, das kostet
Kraft. Aber auch, dass ein Stück Leben ins Werk hinein fließt. Ein Stück Leben wird mir weggenommen,
Das ist eine Art Tyrannei des Bildes. Andererseits:
Nur durch die Imagination der Bilder kehrt man an die Orte zurück, die man im Leben schon längst hinter sich gelassen hat. Die Bilder verstehen es durch ihre Farbschichtungen hindurch Leben zu verdichten. Zukunft und Vergangenheit in einem einzigen Augenblick, Manchmal habe ich den Eindruck, die Bilder erzählen meine eigene Geschichte besser, als ich es je gekonnt hätte.
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Allgemein spiegelt sich in der Malerei - in der Kunst überhaupt - die eigene Natur.
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Das Gelingen im Bild ist nie so, wie man es haben möchte. Es dient nicht dem eigenen Ehrgeiz, es schmeichelt keinem höheren Prinzip, es ist einfach nur die Stunde der Wahrheit.
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Bilder lassen sich nicht kontrollieren bis zum erhofften Ergebnis. Man muß sich einfach auf sie einlassen. Man muß „lassen" können.
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Ich glaube, Perfektion und Kunst gehören nicht zusammen. Perfektion erzeugt Abstand und Kälte. Die Wärme der Kunst wird durch eine Virtuosität erzeugt, die auch ein Scheitern jederzeit mit einschließt.
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Das Bild:
Ich schichte es und bette es in etwas ein, was, wenn auch dunkel, atmet.
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Kunst als „Ausdruck des Lebens" heißt auch, dass immer ein Rest bleibt, der zwar angedeutet, nie aber ganz erreicht werden kann. Auch nicht durch eine nachträgliche Bilderklärung.
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Malerei kann dem Menschen neue Mythen und Geheimnisse erschließen. Ich glaube, darin liegt für die Künstler eine viel spannendere Aufgabe, als nur Verbindungen von Formen und Farben herzustellen.
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Einen festgelegten Stil zu finden, fällt mir schwer, da meine Bilder direkter Ausdruck meiner Seele sind. Ich möchte mich nicht von Schubladen her beeinflussen lassen.
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Dass der Weg das Ziel ist, muß man nicht beweisen oder begründen. Man muß es vergessen, indem man es tut.
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Das Schwere leicht machen und das Leichte verdichten, über „Ja oder Nein" hinauskommen als eine Art Magie.
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Kunst reißt Wunden auf, damit es besser heilt.
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An den Rändern der messbaren Realität beginnt Kunst als Wirklichkeit durch ihre Wirkung -und erscheint dadurch als Welt.
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Erinnern ist Erkennen. Erinnern und Vergessen ist Kunst.
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Bilder sind materielle „Ein"-drücke. Eine fast körperliche Erinnerungsspur aus Resonanzen und Narben.
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Ich male, also bin ich. Aber im Malen bin ich auch die, die ich sonst nie hätte sein können.